Schienenmodul
SMGS- und CIM-Frachtbrief-Automatisierung
Das Baltikum ist der einzige Ort in Europa, an dem ein Bahnspediteur gleichzeitig ZWEI unterschiedliche Spurweiten- und Dokumentationsstandards verstehen muss — SMGS (1520mm, östlicher Raum) und CIM (1435mm, EU). Das Schienenmodul von Cargo Intelligence erkennt beide, auch in Fällen, in denen eine Sendung beide Standards gleichzeitig durchläuft.
So funktioniert es
01
Sie laden den Frachtbrief hoch
SMGS, CIM oder einen gemeinsamen SMGS-CIM-Frachtbrief — das System erkennt den Typ selbst anhand von Kopfzeile und Sprache des Dokuments.
02
Felder werden extrahiert
Absender, Empfänger, Waggonnummer (und Tara bei Privatwaggons), Warencode, Gewicht, Be-/Zielbahnhöfe, RID-Kennzeichnung für Gefahrgut.
03
Der Umladepunkt wird geprüft
Wird der angegebene Spurwechsel-Umladepunkt nicht in einer bekannten Liste erkannt, wird das Dokument zur Überprüfung markiert — nicht als Fehler abgelehnt.
Für wen ist das relevant
- Bahnspediteure, die zwischen den Spurweiten 1520mm (Osten) und 1435mm (EU) arbeiten und Daten manuell aus unterschiedlich formatierten Frachtbriefen übertragen müssen.
- Unternehmen, die Fracht über baltische Spurwechsel-Umladepunkte (z. B. Šeštokai–Mockava) versenden, wo sich die Dokumentation unterwegs häufig ändert.
- Buchhaltungs- und Logistikabteilungen, die Waggonnummer-, Gewichts- und Warencode-Daten für die weitere Buchhaltung oder Sendungsverfolgung benötigen.
Was Sie konkret erhalten
- Strukturierte Daten mit klar gekennzeichnetem Dokumenttyp (SMGS/CIM/gemischt), bereit für den weiteren Export.
- Automatische Prüfung des Spurwechsel-Umladepunkts anhand einer bekannten Liste (Šeštokai–Mockava u. a.), mit „Überprüfung erforderlich“-Kennzeichnung bei unbekannten Fällen.
- Ein einheitliches Datenformat unabhängig davon, ob es sich um ein SMGS-, CIM- oder gemeinsames SMGS-CIM-Dokument handelte.
Einsatzgebiet
Der Dienst richtet sich an Bahnspediteure, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden tätig sind, sowie an unsere ursprüngliche Kundenbasis im Baltikum und in Polen — einschließlich Sendungen, die die Spurweiten-Grenze zwischen diesen Ländern und der weiteren Region überqueren.
Bereit für Rail-Baltica-Veränderungen
Der erste Rail-Baltica-Abschnitt (Polen-Litauen) soll 2026-2028 fertiggestellt werden — der neue Korridor nach europäischem Standard ERGÄNZT das bestehende 1520mm-Netz, ersetzt es aber nicht, sodass die SMGS/CIM-Dualität und die Spurwechsel-Umladepunkte noch lange relevant bleiben. Unser Schienenmodul unterstützt bereits heute beide Standards, und wir aktualisieren die Liste unterstützter Umladepunkte, sobald neue, tatsächlich betriebsbereite Knotenpunkte entstehen. Mehr erfahren →
Häufig gestellte Fragen
Wie lange werden hochgeladene Dokumente gespeichert?
Das Original wird 12 Monate ab Upload gespeichert und dann automatisch gelöscht. Extrahierte Daten und deren Verlauf bleiben in Ihrem Konto erhalten, solange der Dienst aktiv ist.
Wird Rail Baltica die aktuelle SMGS/CIM-Dokumentation bald ersetzen?
Nein. Der erste Abschnitt (Polen-Litauen) soll 2026-2028 fertiggestellt werden und betrifft nur diese konkrete Strecke — die übrigen Abschnitte sind für 2029-2035 vorgesehen. Der neue Standard ERGÄNZT das bestehende 1520mm-Netz, ersetzt es nicht, sodass beide Standards noch lange parallel bestehen werden.
Was ist ein Spurwechsel-Umladepunkt, und warum ist das wichtig?
Das ist der Ort, an dem Fracht von 1520mm auf 1435mm-Spurweite umgeladen wird (oder umgekehrt), z. B. Šeštokai–Mockava zwischen Litauen und Polen. Dies ist oft ein dokumentationsrelevanter Punkt, weshalb das System ihn gesondert prüft.
Ist die genaue Liste aller SMGS-Felder bereits vollständig abgedeckt?
Ehrlich gesagt — die breit anerkannten gemeinsamen Felder (Absender, Empfänger, Waggon, Gewicht, Bahnhöfe) sind abgedeckt. Seltenere, spezifische SMGS-Rubriken können zusätzliche Überprüfung erfordern — dieses Modul wird laufend anhand realer Dokumente verbessert.
Mehr lesen: SMGS- und CIM-Frachtbriefe: warum baltische Spediteure beide verstehen müssen →
Mehr lesen: eFTI ab 2027: was deutsche Spediteure jetzt vorbereiten müssen →
Weitere Cargo Intelligence Module: